Bericht zur Finanzlage Lebensversicherung 2019

Für die Gesellschaften, die die Lebensversicherung betreiben, haben wir anhand der Berichte dieser Gesellschaften zur Finanzlage 2019 Auswertungen vorgenommen und stellen im Folgenden Auszüge davon dar.

Es wurden die Berichte der folgenden Gesellschaften ausgewertet

Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft AG
AXA Leben AG
Basler Leben AG
Generali Personenversicherungen AG
Groupe Mutuel Vie GMV
Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG
Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG
Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG
Skandia Leben AG
Swiss Life AG
Vaudoise Vie, Compagnie d’assurances SA
Versicherung der Schweizer Ärzte Genossenschaft
Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG

 

Bruttoprämie

Im Benchmark wird die durchschnittliche Bruttoprämie dargelegt. Sie beträgt etwa 2 Milliarden Schweizer Franken und blieb  von 2018 auf 2019 recht stabil. Die Bruttoprämien variieren von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr stark. Hierin sind auch die Prämien der Vollversicherung enthalten, die einen hohen Einfluss auf die Prämienhöhe ausweist. Markant ist dies an der Entwicklung der Prämien bei der AXA zu erkennen, die einen deutlichen Rückgang aufgrund des Ausstiegs aus der Vollversicherung aufweist. “Nutzniesser” muss wohl die Swiss Life gewesen sein, die einen deutlichen Zugang in der Prämienhöhe erfuhr und nun nach dem Prämienvolumen absoluter “Spitzenreiter” ist und an dem gesamten Prämienvolumen in 2019 etwas mehr als 50%  für sich verbucht. 

 

Gewinn

In diesem Bild wird der Jahresgewinn nach Steuern in Relation zum Risikotragendem Kapital betrachtet. Im Durchschnitt liegt dieser Wert bei etwa 2.0%. Allerdings streut er sehr stark von Gesellschaft zu Gesellschaft. Spitzenreiter ist hier die Skandia mit über 5.0%. Die Ärzte Versicherung, ihre Rechtsform ist die einer Genossenschaft, weist den niedrigsten Wert in 2019 aus.

SST

Im Durchschnitt weisen die Versicherer einen SST-Quotienten von etwa 200% aus, was man als eine sehr gute Kapitalisierung betrachteten kann. Alle hier dargelegter Lebensversicherer verfügen über einen SST-Quotienten über 100%

Auch hier verfügt die Skandia über den höchsten SST-Quotienten. Ihr Verpflichtungen beruhen im Wesentlichen auf fondsanteilgebundene Lebensversicherungen, bei denen das Anlagerisiko vom Versicherungsunternehmen getragen wird. Generali verfügt über einen SST-Quotienten knapp über 100%. 

SST Passiva

In diesem Bild wird die prozentuale Zerlegung der Passivseite in der SST-Bilanz in Best Estimate Liability (BEL), Others, dem Kernkapital und ergänzendem Kapital dargelegt. Das risikotragende Kapital setzt sich dann aus dem Kernkapital und dem ergänzenden Kapital zusammen.

Die BEL nimmt mit knapp 3/4 einen dominanten Teil der SST Passiva ein. Einige Gesellschaften verfügen über ein ergänzendes Kapital. 

Risikotragendes Kapital

Im diesem Bild wird das Risikotragende Kapital (RTK) in Relation zu dem marktnahen Wert der Aktiven gesetzt. Im Durchschnitt lag dieser Wert bei knapp 20% in 2019 und ist von 2018 zu 2019 gestiegen. Bei der Group Mutuel, der Mobiliar und der Zürich ist dieser Wert überdurchnittlich.

Zielkapital

Dieses Bild zeigt eine Zerlegung des Zielkapitals nach dem versicherungstechnischem Risiko, dem Marktrisiko, dem Kreditrisiko, dem Mindestbetrag und Sonstiges und den Diversifikationseffekten aus.

Das Markt- und Kreditrisiko ist dabei das dominante Risiko mit etwas mehr als 80%.